Hafenausbau in Godorf – Entwicklung des bürgerlichen Widerstands 

Prolog

  • Aushub eines neuen Hafenbeckens Ende der 50er Jahre, ausgebaggerter Kies wird "nebenan" dauerhaft gelagert. Im Laufe der Zeit entsteht auf diesem Untergrund eine besondere Vegetation, die später unter Schutz gestellt wird (NSG "Sürther Aue"). 
  • Die Hafengesellschaft HGK erstellt nacheinander 5 unterschiedliche Hafenkonzepte, immer mit dem Ziel, den Hafen um die Fläche des NSG zu erweitern. 
  • Der bürgerliche Widerstand begann im Jahre 1986

 


Aufwärmphase 

  • 1996 – Konzept "Molen-Hafen" Ablehnung durch die Wasserbehörde: zu gefährlich, da Prallhang. 
  • 1998 – Konzept "Hafen der 4. Generation". Einrichtung Klagekonto durch örtliche Bürgervereine (für sürth e.V. Rodenkirchen, Godorf)     Zielrichtung des Widerstands: Naturschutz, Erhalt NSG 
  • 2003 – Ablehnung im Planfeststellungsverfahren durch RP Roters 
  • 2005 – Konzept "Containerhafen" Rat fordert Wirtschaftlichkeit. 

 


Intensivphase  

  • 2006 – Neues Planfeststellungsverferfahren, Anhörungstermin mit großer Anwohnerbeteiligung, Organisation des Widerstands in der AG "Contra Hafen Erweiterung Godorfer Hafen" 
  • 2007 – Positiver Planfeststellungsbeschluss durch RP Lindlahr, Baum-Gutachten zur Wirtschaftlichkeit mit 68% Umsatzrendite, Widerstand konzentriert sich auf die Wirtschaftlichkeit; Citzen Consult Gegengutachten.  
  • 2008 – Planco-Gutachten, Zielrichtung Hafen Deutz; Hinweis auf große Reserven in Niehl, Bürgerbegehren, 37.000 Stimmen für einen Bürgerentscheid, Ablehung durch Verwaltungsgericht (VG) wegen Unzulässigkeit. 
  • 2009 – VG Köln verhängt Baustopp – Verdacht auf fehlerhaftes Verfahren, Widerstand fordert regionale Vernetzung & Einbeziehung von Straße & Schiene. 
  • 2010 – OVG Münster bestätigt Baustopp, Rat (SPD & Grüne) beauftragt "Regionales Logistikkonzept". 
  • 2011 – OVG bestätigt Urteil des VG Köln bezüglich fehlerhaftem und damit ungültigem Planfeststellungsverfahren, Stadtrat (SPD, Grüne & Linke) beschließt Einwohnerbefragung.